Worum geht es?
Wo Jugendliche zusammenkommen, gibt es Konflikte: Streit, Ausgrenzung, Cliquenbildung – manchmal auch im Chat. Wegschauen verschlimmert alles. Ansprechen löst fast alles.

Früh erkennen: Warnsignale
- Konfi kommt plötzlich nicht mehr oder will die Gruppe wechseln.
- Cliquen verfestigen sich, Einzelne stehen allein.
- Ton im Chat wird rau (Beleidigungen, Ausschluss aus Insider-Witzen).
- Beschwerden von Eltern oder anderen Konfis häufen sich.
- Anwesenheit bricht bei Einzelnen ein – oft ein Hilferuf.
Klären in fünf Schritten
- Einzeln sprechen: Erst mit Betroffenen einzeln reden – wer, was, seit wann? Zuhören, Notiz machen.
- Alle Seiten hören: Keine Vorverurteilung. Jede/r bekommt Gehör, auch (gerade) die „Täter".
- Gemeinsames Gespräch: Moderiert, mit Regeln (ausreden lassen, keine Beleidigungen, Ich-Botschaften). Ziel: Verstehen, nicht Siegen.
- Vereinbarung: Konkret („Wir lassen niemanden allein stehen"), mit Kontrolle („In zwei Wochen schauen wir drauf").
- Nachhalten: Vereinbarung prüfen. Bei Besserung würdigen, bei Rückfall eskalieren (Eltern, Pfarramtsleitung).
Vorbeugen: Die starke Gruppe
- Kennenlernen pflegen – siehe Erste Stunde. Wer sich kennt, grenzt weniger aus.
- Gemischte Kleingruppen bilden (nicht immer Selbstwahl!). Wechselnde Teams verhindern Cliquen.
- Kooperations-Spiele statt Konkurrenz: Gemeinsame Aufgaben verbinden, Rankings spalten.
- Null-Toleranz bei Mobbing klar kommunizieren – und durchsetzen. Siehe Chat-Regeln.
Grenzen kennen: Bei Mobbing, Gewalt oder Gefährdung: nicht allein lösen. Eltern, Pfarramtsleitung und ggf. externe Beratung einbeziehen. Wegschauen ist keine Option, Alleingang auch nicht.