Worum geht es?
Die häufigste Todesursache guter Kommunikation: zu viel davon. Wer täglich fünf Push-Nachrichten schickt, wird stummgeschaltet – und die wichtige sechste geht unter.

Das Kanal-Prinzip
- Ankündigung: Wichtig, offiziell, länger gültig. Maximal 2–3 gleichzeitig aktiv.
- Chat: Kurzfristiges, Diskussion, Organisatorisches. Täglich okay, aber gebündelt.
- Push/Erinnerung: Nur was sofortige Aufmerksamkeit braucht: Absagen, Erinnerungen, Notfälle.
- Elternbrief: Ausführliches, Offizielles, Archivwürdiges. Maximal 1–2 pro Monat.
Die fünf Anti-Flut-Regeln
- Bündeln: Drei Infos in einer Nachricht statt drei Nachrichten. Feste Sendezeiten helfen („Freitags-Update").
- Priorisieren: Ist es wichtig für alle – oder nur für fünf? Zielgruppe genau wählen statt „an alle".
- Betreff denken: Erste Zeile = Entscheidungshilfe („Absage: Treffen heute fällt aus" statt „Wichtig!!!").
- Ruhezeiten: Nichts nach 21 Uhr und nichts sonntags morgens – außer Notfälle. Respektiert die Freizeit der Familien.
- Weniger fragen: Jede Rückfrage („Wer kommt mit?") erzeugt 40 Antworten. Lieber Umfrage oder Formular – eine Antwort pro Person, automatisch gezählt.
Warnsignale erkennen
- Lesebestätigungen sinken? Zu viel, zu unwichtig.
- „Habe ich nicht gesehen" häuft sich? Wichtige Infos gehen in der Flut unter – Kanäle trennen.
- Beschwerden („Schon wieder eine Nachricht")? Sofort reduzieren, nicht rechtfertigen.
Faustregel: Bevor Sie senden, fragen Sie: „Würde ich mich über diese Nachricht freuen?" Wenn nein – umformulieren, bündeln oder weglassen.